Verschwörungstheorien – es gibt sie schon länger, jedoch werden wir vor allem seit der Coronapandemie immer öfter mit ihnen konfrontiert. Zunehmend mehr Leute werden zu Verschwörungstheoretikern. Schon im Jahr 2016 ergab eine repräsentative Umfrage, dass fast 25% der Deutschen glauben, dass die Regierung die Wahrheit vor der Bevölkerung geheim halten würde. Rund 17% der Befragten fanden, dass es Zeit sei, widerstandsfähiger gegenüber der aktuellen Politik zu sein. Doch was sind Verschwörungstheorien eigentlich und wie wird man zu einem Verschwörungstheoretiker?

Die Unterstützer dieser Theorien werden nicht als Verschwörungstheoretiker geboren, sondern jeder ganz normale unpolitische Bürger kann zu einem Verschwörungstheoretiker werden. Verschwörungstheorien werden von Verschwörungstheoretikern geschaffen und sind einfache Erklärungen auf schwierige und komplexe Themen sowie Fragen. Diese Theorien können nicht wissenschaftlich nachgewiesen und bestätigt werden. Verschwörungstheorien werden auch geschaffen, um einem die Angst vor Dingen zu nehmen, die man nur schwer verstehen kann.

Verschwörungstheoretiker sehen nur Gut und Böse. Es gibt nichts dazwischen. Des Weiteren suchen Verschwörungstheoretiker die Schuld nie bei sich selbst. Diejenigen, die von einer Sache profitieren, haben Schuld und sind „Die Bösen“ und somit die Verschwörer. Die anderen sind die Opfer. Zudem stellen Verschwörungstheoretiker die Behauptung auf, dass Verschwörer im Geheimen handeln und versuchen, die Kontrolle über etwas zu erlangen. Niemand dürfe von dem Vorgehen der Verschwörer etwas erfahren und die Bevölkerung solle unwissend gelassen oder mit Lügen konfrontiert werden. Darüber hinaus würden Institutionen vereint sein, von denen man es keineswegs erwartet hätte. Laut der Verschwörungstheoretiker sei alles miteinander verknüpft und die Regierung versuche, uns zu manipulieren. Eine Strategie der Verschwörungstheoretiker, jemanden von einer Theorie zu überzeugen, ist es, dass alle Verschwörungstheoretiker dieselbe Antworten auf die gleiche Frage geben. Ihre Antworten auf Fragen sind meistens, dass die Verschwörer ein Konzept hätten, welches sie verschweigen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Verschwörungstheorien einem die Angst nehmen, jedoch falsche Tatsachen vermitteln. Nicht immer sind sie leicht zu durchschauen, deshalb appelliere ich hiermit an jeden Leser, auf diese vier wesentlichen Tipps zu achten, um Verschwörungstheorien zu entlarven:

  1. Fragt euch, wem die Person die Schuld gibt.

Verschwörungstheoretiker suchen die Schuld immer bei anderen (meist bei der Regierung oder großen Institutionen).

  1. Fragt euch, was das Ziel einer Person ist.

Verschwörungstheoretiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Kontrolle über etwas zurückzuerlangen.

  1. Überprüft die Quellen.

Handelt es sich um eine seriöse Quelle? Wird in der Quelle objektiv oder voreingenommen berichtet? Von wann ist die Quelle?

  1. Recherchiert selbst.

Informiert euch selbst zu einem Thema und nutzt dabei verschiedene Quellen.

 

-Annabelle Sieting

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