Ja, ja, ja, ich weiß was ihr alle denkt: Das ist das Buch zu dieser lächerlichen Kinderserie.
Doch das stimmt gar nicht. Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär ist sehr viel anspruchsvoller
und kann nicht mit der Kinderserie verglichen werden.
Denn es geht um einen Bär mit blauem Fell, der sich in einer Nussschale liegend auf dem
Meer findet, ohne sich an irgendetwas zu erinnern. Dann werden nach und nach von Käpt´n
Blaubär höchstpersönlich seine ersten 13 ½ Leben nacherzählt, denn Seebären haben ja
bekanntlich ( oder auch nicht bekanntlich ) 27 Leben. Es spielt auf dem ausgedachten
Kontinent Zamonien, der nun nicht mehr existiert. Dann werden seine weiteren Leben
erzählt, mit vielen fantasievollen Figuren wie Bollogs, Waldspinnenhexen und Berghutzen.
Ich persönlich finde das Buch sehr interessant, da es viele Figuren gibt, die man nirgendwo
anders findet und auch die einzelnen Leben von Blaubär sind sehr spannend aufgebaut, da
viele Plottwists in dem Buch sind und auch ungewöhnliche Orte in Zamonien existieren.
Das Buch wurde von Walter Moers geschrieben. Er hat auch andere Bücher geschrieben,
wie ,, Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr “ und ,, Die Stadt der
träumenden Bücher “. Er hat sich selbst das Zeichnen beigebracht und illustriert fast alle
seiner Bücher selbst.

Hier ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch:

“Von Geschichte wechselte Professor Nachtigaller nahtlos zu Physik. Dann führte er jedes
Element, aus dem sich die Erde zusammensetzt einzeln phantomimisch auf, zunächst die
Grundelemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Beim Feuer wand und schlängelte er sich
wie die Flammenzungen einer Fackel und erzeugte ein derart echtes Knistern und Prasseln,
dass uns ganz warm wurde und wir glaubten, Rauch riechen zu können. Beim Wasser rollte
er zuerst auf dem Boden hin und her um das gelassene Spiel der Gezeiten zu
demonstrieren. Dann richtete er sich zu einer Flutwelle auf und für einen kurzen Moment
fürchteten Fredda, Quert und ich, den nassen Tod zu sterben. Als Erde krumpelte er sich auf
dem Boden zu einem ordinären Stück Ackerdreck zusammen, bis er sich schließlich zu
einem Vulkanausbruch entlud. Beim Wind begann es ebenfalls harmlos, er startete als kühle
Brise und blies Fredda einen Lufthauch durch die Haare. Dann nahm die Windstärke zu. Er
entwickelte durch fächeln stärkere Winde, die in heftige Böen übergingen und in einen
Wirbelsturm ausarterten. Wir gerieten in Panik und saßen unter den Tischen, als
Nachtigaller fortfuhr mit dem Unterricht.”

 

-Paolina Grosser

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