Außer Atem stapfte ich durch den Schnee, der sich über die Straßen legte. Der Schnee, der in Massen vom Himmel fiel, war eine weitere Behinderung, die mich davon abhielt, bald zu Hause anzukommen. Ich hoffte, dass sich meine Eltern nicht schon Sorgen machen würden, da ich noch etwas Zeit bräuchte, um nach Hause zu kommen. Ich hätte nie gedacht, dass so viel Schnee noch fallen würde, doch jetzt, als er schon so lange da war, man ihn aber nicht mit seinen Freunden genießen konnte, störte er mich nur noch.

Von der Kälte gehetzt, versuchte ich schneller zu gehen, was durch die schweren Schneeklumpen an meinen Schuhen nicht sonderlich gut funktionierte. Fröstelnd verzog ich meinen Kopf noch mehr in meiner Jacke. Sie war mittlerweile vom Schnee durchweicht und durch den Wind wurde es auch nicht wärmer. Da sich heute anscheinend die gesamte Natur gegen mich verschworen hatte, drehte der Wind so, dass er von vorne kam. Zusätzlich knackten die Äste über mir gefährlich – durch die ungewohnte Schneelast. Es war nicht mehr weit, noch vielleicht zwei Straßen und ich wäre zu Hause. Durch diese Erkenntnis, mit neuer Entschlossenheit erfüllt, legten meine Beine von alleine einen Zahn zu.

Als ich nach einer Viertelstunde zu Hause ankam und mich endlich umziehen konnte, war ich froh. Ich würde heute definitiv keinen Fuß freiwillig mehr vor die Tür setzen und einfach genießen, dass ich dieser Kälte nicht mehr ausgesetzt war.

Nora 8a

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