15. Dezember 2020

„Der Stein ist weltlos, das Tier weltarm, der Mensch weltbildend“
– Heidegger

Der Stein ist weltlos, denn es ist ihm egal, wie, wo oder was er auf der Welt ist.
Dem Tier ist dies nicht egal, doch es passt nicht seiner Umwelt bzw.
ökologischen Nische an. Wie zum Beispiel Affen, die ausschließlich in
Wäldern leben, da das ihr natürlicher Lebensraum ist, dem sie sich
angepasst haben. Der Mensch ist weltbildend, denn er passt sich seiner
Umgebung nicht an, sondern verändert diese so, dass die Umgebung an den
Menschen angepasst ist. Er baut zum Beispiel sein Essen selber an, damit er
immer darauf Zugriff hat. Dafür greift er in die Natur ein und verändert diese
nach seinen Vorstellungen. Außerdem braucht der Mensch sich, wenn er
weltbildend ist, auch an keine Gesetze und Regeln halten, sondern nur an die,
die er für wichtig hält.
Genau dieses Verhalten hat auch großen Einfluss auf unseren Lebensraum
und damit auf unserer Klima. Denn der Mensch lebt nicht in einer ökologischen Nische,
sondern baut sich seinen Lebensraum selber und greift dabei in die Natur ein.
Zudem umgeht er, wo er kann, künstlich die Naturgesetze, wenn diese ihm entgegen stehen.
Er entwickelt zum Beispiel Medizin, sodass er nicht an Krankheiten stirbt, die lebensgefährlich sind, und erzeugt Energie, um Wärme und Licht und vieles andere künstlich herzustellen, wo es von Natur aus nicht gegeben ist. Was allerdings der Ursprung des Klimawandels ist und somit zu einem
Problem wird.

Auf der anderen Seite hat der Mensch dadurch, dass ihm die
Welt offen steht und er sie sich so gestalten kann, wie er möchte, auch sehr
viel Macht. Diese Möglichkeiten, die ihm dadurch offen stehen, kann er aber
auch für gute Sachen einsetzen, wie zum Beispiel klimafreundliche
Produktionen, um der Erderwärmung entgegen zu wirken.

Das ist ein Geschenk, dass der Mensch weltbildend ist. Vielleicht sollten wir uns am Fest der Geschenke daran erinnern und dieses Jahr unsere Umwelt damit beschenken, statt weiteren Konsum und Zerstörung, Ausbeutung  und Naturgefährdung, tatsächlich umzudenken. Auch das wird während Corona klar: Wenn wir uns nur kurze Zeit einschränken, geht es dem Klima und der Natur gleich besser. Es wäre schön, wenn wir daraus lernen könnten.

Olivia und Hanna

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