In Australien blicken viele Menschen mit Sorge auf die bevorstehende Waldbrandsaison. Noch ist Frühling in Down Under mit moderaten Temperaturen. Bald aber wird es heiß und trocken. Buschfeuer sind um die Weihnachtszeit nichts Außergewöhnliches in Australien. Seit 2019 allerdings nimmt die Zahl der Wald- und Buschfeuer extrem zu. Feuer und Brandgeruch gehören mittlerweile zum Alltag der Menschen im Südosten des Landes. Im vergangenen Jahr wüteten die Brände wochenlang. 33 Menschen und fast drei Milliarden Tieren kamen ums Leben. Lebensraum von der Fläche Großbritanniens wurde vernichtet. Der Schaden für die Wirtschaft betrug umgerechnet etwa sechs Milliarden Euro. Australien ist schwer getroffen. In den vergangenden zwölf Monaten hätten die Menschen unter Dürre, Hitzewellen, Stürmen, Überschwemmungen und nicht zuletzt der Corona-Pandemie gelitten, schrieb die von der Regierung eingesetzte Royal Commission jüngst. Ursache der Naturkatastrophen ist – daran zweifelt in Australien kaum jemand – der Klimawandel. Umweltforscher Michael Clarke: „Man könnte den Klimawandel mit einer Badewanne vergleichen, die am Überlaufen ist. Wir könnten das Wasser natürlich wegwischen, das überläuft. Aber wir können auch darüber nachdenken, den Wasserhahn zuzudrehen.“ Meteorologen schließen nicht aus, dass es auch in diesem Jahr zum Jahreswechsel eine Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 40° geben könnte. Ob es dann wie an Heiligabend 2019 plötzlich und überraschend regnet, vermag heute kein Wissenschaftler vorauszusagen.

-Paulina Plagens

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