10. Dezember 2020

Der schöpferische Mensch

Idealismus in der Gesellschaft durch die anthropologische Erfindung der Selbstdarstellung – die neue, veränderte Realität

Durch die Weiterentwicklung von Erfindungen, welche durch die besondere, genetisch
veranlagte Eigenschaft eines Menschen, sozio-kognitive Fähigkeiten zu besitzen, entstand,
befinden wir uns in einem ewig laufenden Wandel unserer eigenen Welt von Gegenständen
zwischen der außermenschlichen Natur.
Seit mehreren Jahren kann man nun eine neue Veränderung in der Gesellschaft erkennen. Durch
immense technische Fortschritte, welche neue Möglichkeiten bieten, können wir über digitale
Endgeräte im ständigen Kontakt mit anderen Menschen sein, sofern wir dies wünschen.
Doch nicht nur dies – noch ein anderer neuer Zweig hat sich durch unsere moderne Technik
gebildet; die Möglichkeit der grenzenlosen Selbstdarstellung durch soziale Netzwerke.
König davon ist aktuell die beliebte App Instagram, welche bei so manchen einen großen Stellenwert
im Alltag eingenommen hat.
Fotos, Videos, Sequenzen – alles aus verschiedenen Leben, teilen dort Millionen von Menschen
auf der ganzen Welt tagtäglich.
Doch diese liegen fern der tatsächliche Wahrheit, durch die Macht und Kontrolle seiner eigenen
tagtäglichen Neuerfindung.
Erkenntnisse über die Nützlichkeit von besonderem Licht, bestimmten Posen und Winkeln,
Makeup, Filtern und weiteren Apps, welche dem Aussehen des Selbstdarstellers schmeicheln
und daher stark eingesetzt werden, bringen dabei eine neue Vorstellung des menschlichen Seins
in die Gesellschaft – den Idealismus des Alltags.
Viele Menschen nutzen soziale Netzwerke nur passiv, also veröffentlichen selbst kaum Inhalte.
Besonders diese Personen neigen zu Vergleichen mit sich selbst und haben nun die Vorstellung,
im Alltag diesen Maßstäben der neuen veränderten Realität entsprechen zu müssen – die neue
Normalität.
Diese ist allerdings nur schwer umsetzbar und kann daher zu einer Unzufriedenheit mit sich
selbst führen. Menschen unter diesen Druck streben daher nach einer Umsetzung im realem
Leben des digitalen Getäuschten. Es entsteht der Drang und die Bewegung hin zum
idealistischen Menschen des 21. Jahrhunderts.
Doch warum will der Mensch sich selbst diesem Druck aussetzen, wenn man doch der Herr
seines eigenen Körpers ist? Jeder Mensch ist ein Individuum und einzigartig auf seine eigene
Weise. Die veränderte Realität ist von Menschenhand VERÄNDERT und somit kein Maßstab.
Man kann und muss keinem Ideal entsprechen, welches in der digitalen Welt existiert, aber nicht
außerhalb dieser – Idealismus ist mental und nicht real.
Online kann ich theoretisch jeder sein, der ich sein möchte – von Barbie bis Ronaldo. Dies bietet
eine schöne Art und Weise sich selbst auszuleben, außerhalb des realen Lebens, und fördert die
eigene Kreativität. Soziale Medien sind also bloß eine kreative Möglichkeit, dem realen Leben
für einen Moment zu entfliehen und dürfen daher aber nicht als reales Lebens angesehen
werden. Denn in der analogen Welt bist du weder Barbie, noch Ronaldo, kein Abziehbild, keine Nachahmung eines anderen – hier bist du einzigartig.
Daher ist unser Wunsch, dass wir unsere besondere Eigenschaft mit unseren anthropologischen
Erfindungen der Sozialen Netzwerke, nicht als Vorlage des modernen, menschlichen Lebens
nehmen sollten. Stattdessen sollten wir lieber anfangen jeden Menschen auf seine eigene Art
und Weise zu akzeptieren und zu lieben. Verbreitet wärme und seid gelassen, besonders jetzt in
der Weihnachtszeit – du bist gut genug und wundervoll!

Emily und Lea 11e

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