Die Lernentwicklungsgespräche stehen bevor! Und manche fragen sich, was genau sie bei den sog. LEGs besprechen sollen. Deshalb haben wir verschiedene Lehrer der Schule befragt, die uns wichtige Hinweise gegeben haben:

Vielen Dank an Herrn Moises, den Stellvertretenden Schulleiter, Herrn Langer, den Betreuer des Schülerrats, Frau Sörensen, der Didaktischen Leiterin, und Frau Lahann, der Fachleitung NAT (Naturwissenschaften).

1. Wie kann man sich am besten auf die LEGs vorbereiten?

Herr Moises: Über sich selber nachdenken: Was gelingt mir schon gut und was nicht? Woran möchte ich gerne arbeiten? Welche Zielen möchte ich erreichen? Am besten schreibt man sich das auf.

Herr Langer: Das hängt davon ab, in welcher Jahrgangsstufe man ist und ob man zum Klassenlehrer oder zum Fachlehrer geht. Beim Fachlehrer bereitet man sich drauf vor, was gut gelingt und was nicht so gut gelingt, also mündlich und schriftlich. Bei dem Klassenlehrer kann man sich auf allgemeinere Sachen vorbereiten: Wie gefällt es mir in der Klasse? Welche Probleme habe ich?

Frau Sörensen : Es gibt einen Vorbereitungsbogen, den die Eltern mit der Einladung zugeschickt bekommen haben, da sind gute Fragen drauf im Sinne von, was fällt mir besonders leicht, wo fällt dir etwas schwer. Die kann man sich erstmal auch selber beantworten und es gibt auch Fragen für die Eltern.

Frau Lahann:  Zu den LEGs gibt es auch einen Vorbereitungszettel, der wird von den Lehrkräften an die Schüler oder genauer gesagt, an die Eltern verteilt. Dort sind unterschiedliche Fragen, die man als Lehrer stellen kann  und die auch die Eltern gestellt bekommen und mit den man sich gut vorbereiten kann.

2. Wie kann ich die LEGs für mich nutzen?

Herr Moises: Etwas, was man seine Lehrer und Eltern fragen möchte. Wenn Eltern und Lehrer etwas Unterschiedliches sagen, kann man das auch besprechen. Man kann sich aber auch einfach ein Lob abholen.

Herr Langer: Du willst immer besser werden, oder? Dafür würde ich LEGs nutzen. Man kann den Lehrern eine Rückmeldung geben, den Lehrern mal sagen, was gefällt mir an ihrem Unterricht, da komm ich nicht so gut klar, das gefällt mir nicht so gut. Das ist auch für uns eine gute Möglichkeit uns zu verbessern.

Frau Sörensen : Man sollte die LEGs so nutzen, dass du dem Lehrer gezielt Fragen stellst, auch, wie man dich besser fördern kann und auch besser fordern kann, was du noch lernen könntest, um dich zu verbessern. Was du noch machen kannst, um noch einen drauf zu setzen, wenn du immer ganz viel gelangweilt bist, weil du schon alles weißt, dass du dann mehr Aufgaben, also mehr Futter bekommst.

Frau Lahann: Bei den LEGs, deswegen heißt es ja auch so,  geht es ja darum, wie man sich im Unterricht einbringt, wie man sich in der Klasse fühlt, ob es Probleme in den Schwerpunktfächern gibt. Und das wird halt angesprochen, auch aus unterschiedlichen Sichtweisen, aus denen der Eltern, des Schülers und des Lehrers. Deswegen ist es auch wichtig, dass alle Beteiligten dann dabei sind. Nicht, dass man nur als Lehrer mit den Eltern spricht und dann kann man schauen, was besprochen wurde. Meistens wird das auch innerhalb des Gesprächs deutlich, wenn man dann Überlegungen hat, wie man sich verändern kann, dass man sich kleine Ziele setzt, aufgrund dessen. Damit man an diesen Zielen arbeitet und dass man sich in den Leistungen verbessert oder sich eben sozial anders einbindet und auch mehr miteinander etwas unternimmt und nicht gegeneinander. Es sind ja vielfältige Schwerpunkte, die wir in den LEGs setzen, je nachdem, was man gerade braucht zur Unterstützung.

3. Darf ich mich bei den LEGs auch beschweren?

Herr Moises: Ja, über die Person, die da sitzt, aber nicht über Fachlehrer beschweren. Man sollte alles offen sagen und wenn man sich nicht traut, kann man sich Hilfe vom Klassenlehrer holen.

Herr Langer: Ich finde schon.

Frau Sörensen : Du hast auch das Recht dich zu beschweren, denk nur immer an den Schülerkodex: immer freundlich bleiben, du möchtest ja auch, dass die Lehrer dir alles freundlich sagen.

Frau Lahann: Beschweren ist ok in der Form, dass du sagen kannst, was dich stört, aber dabei immer natürlich an unseren Schulkodex denkst, dass du dich respektvoll und höflich beschwerst. Beschweren selber hört sich immer so gravierend, so stark negativ belastet an. Aber natürlich ist das auch ein Raum, wo man mal das ansprechen kann, was einem nicht so gut gefällt. 

4. Ist es sinnvoll mit allen meinen Lehren an den LEGs zu sprechen?

Herr Moises: Nein, es ist gut, sich nur mit Klassenlehren zu besprechen, außer man hat Probleme in einem Fach, dann sollte man mit den Fachlehrern sprechen und sich manchmal ein Lob oder einen Tipp abholen.

Herr Langer: Ich glaube nicht, ich glaub auch nicht, dass alle Lehrer da auch Zeit haben, aber so am Anfang, wenn man in der 5. oder 6. ist, ist es schon wichtig, denn die Eltern wollen die Lehrer kennenlernen. Später wird es auch wichtig, da, wo man Probleme hat im Fach, sodass man dann miteinander Sprechen muss. Und die Klassenlehrer sind halt immer eine gute Idee für ein LEG.

Frau Sörensen : Schon, ich denke du solltest so viele Lehrer wie mööööööööglich  besuchen, Es kann ja auch sein, dass die Lehrer dir schon im Unterricht viel Feedback gegeben haben, aber die Elter wollen das vielleicht auch nochmal hören. Ich glaube, dass es nicht nuuuur wichtig mit den Lehrern zu sprechen, in deren Fach man Probleme hat, es ist ja auch ganz nett, mal von Lehrern zu hören, wie toll man auch ist.

Frau Lahann: Nein, auf keinen Fall, denn was hilft es dir, wenn du von jedem Lehrer dasselbe hörst? Dass du dich zum Beispiel im Unterricht mehr beteiligen sollst, dass du deine Aufgeben zügiger oder schneller bearbeitest und auch gründlicher kontrollieren, das nützt ja auch nichts, wenn du es von zehn Lehrern gesagt bekommst. Da reicht es vollkommen aus, wenn du es nur einmal gesagt bekommst, da würde ich mich lieber auf gewisse Fächer konzentrieren. Klassenlehrern oder bei spezifischen Problemen, bei denen man einfach das Gefühl hat, hier möchte ich mich verbessern. Vielleicht auch von Lernentwicklungsgespräch zu Lernentwicklungsgespräch Unterschiedliches vornehmen, damit man so, wie wir es eben besprochen haben, auch die Ziele immer noch im Auge behält. Die Ziele, die man dann, wenn man etwas ändern möchte, auch verwirklichen kann und umsetzen kann. Dafür ist es sinnvoll, das regelmäßig zu überprüfen, indem man es bespricht.           

5. Welche Fragen sollte man unbedingt stellen?

Herr Moises: Erst fragen, was man eventuell besser machen könnte. Über Arbeits-und Sozialverhalten. Man kann auch fragen, wie man sich im Unterricht verhält. Fragen, was man machen kann, wenn es einem in der Klasse nicht gut geht. Tipp: Wenn es mir nicht gut geht, zum Klassenlehrer /rin gehen oder zu Herrn Bunge, Frau Otto oder Vertrauenslehrern gehen (aktuell Frau Steinert).

Herr Langer: Alle, die einem wichtig sind.

Frau Sörensen: Man sollte, glaube ich, unbedingt nachhaken, wo man sich noch verbessern kann und was man machen kann, um seine eigene Leistung noch zu steigern.

Frau Lahann: Ja, das kommt darauf an. Das solltet ihr euch tatsächlich überlegen, wenn ihr diesen Zettel lest, da sind die dringenden Fragen drauf, die gestellt werden sollten.

 

Für alle, die sich jetzt fragen, auf welchen Zettel oder Fragebogen sich alle Lehrer beziehen, hier die Fragen:

Vorbereitungsbogen für die Lernentwicklungsgespräche

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

um mit Ihnen und Euch zielgerichtet über die Lernentwicklung und eventuelle Ziele sprechen zu können, möchten wir Ihnen und Euch Impulse zur Vorbereitung auf die LEGs an die Hand geben.

Zur Vorbereitung für die Schülerin / den Schüler:

Denke darüber nach….
… was dir am Unterricht in dem Fach gefällt bzw. nicht so gut gefällt.
… wie du dich im Unterricht verhältst (Mitarbeit / Störungen).
… was dir im Unterricht schon sehr gut gelingt.
… was dir im Unterricht noch nicht so gut gelingt.
… wie zufrieden du mit der Bewertung im Zeugnis bist.
…woran du in der nächsten Zeit intensiv arbeiten möchtest und welches Ziel du hast.

Wenn beim letzten Lernentwicklungsgespräch eine Vereinbarung getroffen wurde:
… inwieweit du die Vereinbarung erfüllt hast.

Zur Vorbereitung für die Eltern:

• Wie empfinden Sie die Zufriedenheit Ihres Kindes mit dem Unterricht?
• Was erfahren Sie von Ihrem Kind über den Unterricht?
• Was kann Ihr Kind besonders gut?
• Welche Schwächen entdecken Sie bei Ihrem Kind?
• Wo hat es Entwicklungsbedarf?
• Wie selbstständig arbeitet Ihr Kind zu Hause?
• Wie stark müssen Sie Ihr Kind unterstützen, damit es den Leistungsanforderungen im Fach gerecht wird?
• Wie schätzen Sie das Anspruchsniveau des Unterrichts für Ihr Kind ein:
Mein Kind erscheint mir in diesem Fach – unterfordert
– angemessen gefordert/gefördert
– überfordert.

Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch.
Ihr/Euer Klassenteam

Viel Spaß bei den Vorbereitungen und in den Gesprächen!

Linnea und Hanna (6c)

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