Unser Vorschlag für das Wort des Jahres der Kategorie Jugendsprache: “coronern”: aufgrund einer gefühlten oder tatsächlichen gesundheitlichen Bedrohung durch die Gesellschaft verordnet zu Hause bleiben

Schließt sie – oder schließt sie nicht? Diese Frage stellen sich aktuell alle Schulpflichtigen, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Der Zukunftstag: abgesagt. Forum: fast abgesagt. Die LEGs können nur noch per Telefon stattfinden. In Dänemark (ca. 2 Stunden Autofahrt entfernt) sind seit Anfang der Woche schon alle Schulen und öffentlichen Einrichtungen vorsorglich geschlossen worden.

Und wir sitzen auf heißen Kohlen: Wie viel Zeit haben wir noch, um die letzten brennenden Fragen für das Abitur im direkten Gespräch zu klären? Werden wir die letzten Klassenarbeiten vor den Osterferien noch schreiben oder nicht? Müssen wir den Waffelverkauf für die Pausen der nächsten Woche absagen? Müssen wir in den nächsten zwei Wochen allein von zu Hause arbeiten?

Zum Glück sind wir eine digitale Schule! Zum Glück haben alle Jahrgänge – sogar die fünften Klassen – eigene Arbeitsgeräte, mit denen sie ihre Bildung trotzdem nicht verpassen müssen!

Egal, ob die Schule ab nächster Woche wirklich geschlossen wird oder nicht, wir schlagen das Wort “coronern” als neues Verb der Jugendsprache vor, das das verordnete Zuhause-Bleiben aufgrund einer gefühlten oder tatsächlichen gesundheitlichen Bedrohung durch die Gesellschaft beschreibt.

Vielleicht liegen wir damit voll im Trend? Schon jetzt zeigt sich ein Trend in der Arbeitswelt, ein sogenanntes “Homeoffice” zu betreiben, also von zu Hause – oder wo auch immer – mit dem PC zu arbeiten. Auch Fernstudiengänge dieser Art sind bereits etabliert. Vielleicht ist das ja auch die Schule von morgen?

Wir hoffen es nicht, denn was tun wir lieber, als unsere Freunde in der Schule treffen, sich über unsere Lehrer freuen oder ärgern, in der Pause die Kletterspinne im Akkord besteigen oder gemütlich in der Mensa gemeinsam unser Lieblingsgericht vertilgen? Nie wieder zusammen im Raum der Stille meditieren, sich nie wieder im Forum begeistern lassen, nie wieder die Spieleausleihe im Bauwagen besuchen, nie wieder gemeinsam DSP-Aufführungen vor großem Publikum haben, nie wieder einen eigenen Schulgarten anlegen oder Bienen pflegen, sich nie wieder eine Redaktionssitzung der Schülerzeitung besprechen oder beim Pausenbrötchen auch manchmal mit Witzen die Zeit gemeinsam verbummeln???…Nicht mit uns!

Unseretwegen können wir gerne vorübergehend ein bisschen coronern … aber – mit Verlaub (Anm. d. Redaktion) – alleine Lernen ist doch Kackwurst.

Wir haben also ein weinendes und ein lachendes Auge zu bieten, denn wir können beides: digital und analog.

Doch wie wahrscheinlich ist eine Schulschließung tatsächlich? Müssen wir uns wirklich aufs Coronern einstellen?

Das Corona-Virus (COVID 19) hat inzwischen fast alle Kontinente erreicht. Neben Asien sind Europa, Australien die USA, aber auch schon vereinzelt Südamerika und Afrika betroffen. Einzelne europäische Länder (darunter Österreich) schotten sich bereits ab, in Italien haben fast alle Geschäfte aufgrund der Präventionsverordnung geschlossen.

Doch was ist Corona eigentlich? Im Grunde handelt es sich um einen Virus, der Symptome wie eine Grippeerkrankung aufweist. Das Virus ist vermutlich ursprünglich von Tieren auf den Menschen übertragen worden, allerdings spielen Haustiere bei der weiteren Übertragung der Krankheit nach neuesten Erkenntnissen keine Rolle. Ähnlich wie an der Grippe können bereits geschwächte Menschen (v.a. alte Menschen) an ihr zwar im schlimmsten Fall auch sterben, jedoch verlaufen die meisten Erkrankungen eher mild. Das höchste Risiko liegt darin, dass bereits Infizierte schon hoch ansteckend sind, obwohl sie keinerlei Symptome zeigen. Allerdings scheint von Corona für gesunde Menschen keine erhöhte Gefahr auszugehen. Zum Vergleich: Die jährliche normale Grippewelle z.B. 2018 verzeichnete deutlich mehr schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle im Vergleich zu den Ansteckungszahlen als aktuell durch das Coronavirus ausgelöste Erkrankungen.

Also besteht kein Grund zur Panik.

Ärgerlich ist eine Ansteckung natürlich trotzdem. Deshalb empfehlen wir dringen, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, die auf allen Portalen aller Behörden einsehbar sind, z.B. unter: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/basisinformationen_zu_covid_19_corona/basisinformationen-zu-covid-19-corona-185558.html

Auf diesen Seiten finden sich auch aktuelle Meldungen, z.B. zu Schulschließungen oder anderen Maßnahmen.

Simon (6c) vom Pausenbrötchen hat einige Tipps noch einmal aufgezählt:

Wie kann ich mich am besten Schützen?

1. Am besten kannst du dich schützen, wenn du immer Hände wäschst (20-30sec. Einseifen und abspülen!)

2. Wenn jemand hustet, immer wegdrehen und selbst in die Armbeuge husten.

3. Taschentücher direkt wegwerfen, am besten in einen geschlossenen Mülleimer.

3. 1-2 Meter voneinander entfernen.

Ist ein Mundschutz notwendig?

Nein, ist es nicht. Nur für die, die das Corona-Virus schon haben.

Bin ich als Kind immun gegen das Corona-Virus?
Nein, meistens ist es als Lungenentzündung erkennbar. Gefährlich ist es meist nur für ältere oder Menschen mit weiteren Krankheiten.

Wir wünschen euch fröhliches “Hygienisieren” (Wort für nächstes Jahr) – ob nun beim Coronern alleine oder im Rudel in der Schule.

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