Ich bin ein Baum!“, schallte es durch den Wald. Ich seufzte. Das konnte nur Simon sein. Ich ging in die Richtung des Rufes. Plötzlich stürzte mein Freund aus einem Busch. „Ha!“ schrie er während er mich in die Seite pikste. In dem Moment zog ich mich in meine Gedankenwelt zurück. Warum war mein Freund mein Freund? Warum spielten wir hier in diesem Wald? Warum war ich nicht bei meinen anderen Freunden?

All diese Gedanken beschäftigten mich bis ich einen Schlammball auf mich zufliegen sah. Reflexartig (Ja- reflexartig- denn bei Simon flogen öfter Dinge auf mich zu) versuchte ich hinter einen Baumstamm zurückzuweichen. Doch zu spät! Der Schlammball traf mich in den Bauch. „Ha, Baum genommen!“, schrie mein Freund von irgendwo. Aber wo war er? Ach, da neben der Schlammgrube. „Na, warte“, murmelte ich und warf einen Tannenzapfen nach ihm. Aber er wich dem behände aus. „Haha, nicht getroffen!“, johlte mein Freund. Ich ergriff die Offensive.

Während Simon einen weiteren Schlammball formte, rannte ich zum umgestürzten Baum wo man auch Anteil an der Schlammgrube hatte. Dann robbte ich im Schutz des Baumes zur Schlammgrube und fertigte einen Schlammball an. In der Zeit flogen Schlammbälle und anderes Zeug herum. (Simon war immer noch in der Hoffnung mich zu treffen). Als mein Schlammball fertig war, schaute ich über den Baum und versuchte meinen Freund zu treffen. Dies erwies sich als schweres Vorhaben, denn die zwei Minuten, in denen ich den Schlammball anfertigte, flog ungezielt Zeugs herum. Simon dachte anscheinend immer noch, dass er mich treffen konnte. Und in den zwei Minuten hatte er sich bis zum Teich zurückgezogen. Ich holte tief Luft und warf den Schlammball.

Als erstes geschah nichts.

Danach hörte ich ein Geräusch, das sich anhörte wie ein Simon der auf den Boden fällt.

Der Beschuss hörte abrupt auf.

Ich späte vorsichtig um die Wurzel des Baumes. Mein Schlammball hatte Simon zwischen die Augen getroffen. Ich nahm das Fähnchen und schwenkte es. Simon sah mich an und legte seinen letzten Schlammball auf den Boden. Ich war erleichtert. Ende gut, alles gut.

Von Simon aus der 6c

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