Frau Saulich von Amnesty International

Letzte Woche am Mittwoch (12.11.2019) war eine passionierte Menschenrechtsaktivistin, Frau Saulich, beim elften Jahrgang zu Besuch und hat über ihre Arbeit bei Amnesty International gesprochen. Da Amnesty International Friedensnobelpreisträger ist, kann jedes Mitglied, wie Frau Saulich, mit Recht und Fug behaupten, dass er selbst auch Friedensnobelpreisträger ist.

Die Gründungsgeschichte von Amnesty beginnt 1961, als Peter Benningston diese Organisation ins Leben rief. Zu Anfang nahm sich Amnesty  aus Sicherheitsgründen für ihre eigenen Mitglieder immer drei Fälle aus den damals existierenden Blöcken (Ost, West und Dritte Welt) vor. Diese Fälle wurden immer von Personen aus einem anderen Block behandelt, damit diese nicht in ihrem eigenen Land agieren mussten. Die Menschenrechtsaktivisten schrieben Protestbriefe und erteilten Rechtshilfe, waren aber gleichzeitig auch für die Familien der Opfer da.

Peter Benningston, der Gründer von Amnesty International

Auch heute besteht noch ein großer Teil der Hilfe, die Amnesty gibt, aus Schreibarbeit. So wird beispielsweise jedes Jahr ein Buch mit ca. 600 Seiten veröffentlicht, in dem die Menschenrechtsverletzungen aus einem Jahr aufgelistet werden. Darüber hinaus schreibt Amnesty monatliche Briefe gegen das Vergessen und Briefe an Regierungsinstitutionen, sowie Briefe an die Menschen, denen sie helfen wollen, damit diese sich nicht alleingelassen fühlen. Auf Amnestys Internetseite kann man sich jeder Zeit über Menschenrecht und Menschenrechtsverletzungen informieren, sowie mehr über ihre Arbeit erfahren. Die Buchholzer Amnesty-Gruppe kümmert sich hauptsächlich um Fälle aus der Türkei, weil immer noch bei Amnesty das Prinzip gilt, dass niemand einen Fall aus seinem eigenen Land behandeln darf. Auf die Frage hin, ob man dann nicht Probleme mit der Einreise in die Türkei hätte, antwortete Frau Saulich, dass einige Mitglieder aus Buchholz bereits in der Türkei waren und nie Probleme hatten.

Eine weitere Frage, die den elften Jahrgang beschäftigt hat, war, ob Frau Saulich denkt, dass die Welt sich gebessert hat. Diese Frage musste sie leider verneinen, allerdings möchte sie weiter dafür kämpfen, dass die Welt sich doch irgendwann einmal bessert.

Diskussionsrunde nach der Präsentation (im Bild: Yannik Seidensticker 11b)

Zum Ende gabe es noch eine Diskussionsrunde, in der der elfte Jahrgang noch unteranderem Position zu Themen wie Todesstrafe Flüchtlingskrise und Polizeigewalt beziehen konnte.

Wer sich bei Amnesty International einbringen möchte, ist gerade in den kleineren Gruppen, wie in Buchholz, sehr willkommen. Das kann eine wunderbare Gelegenheit sein, sich gesellschaftlich und politisch, global und friedlich einzubringen – und ebenfalls Nobelpreisträger zu werden.

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